Alles ist der Anfang

27 Nov, 2015

Auf der Apple Homepage, oder bei verschiedenen Händlern, bewirbt der Hersteller des weltweit zelebrierten Smartphones sein neuestes Modell mit dem Spruch: „Alles, was sich geändert hat, ist alles.“ Das – oder vielleicht sogar einen originelleren Spruch – könnte Jo Stöckholzer wahrscheinlich auch sagen, aber stattdessen freut er sich wie ein Fünfjähriger am Weihnachtsabend darüber, dass sein Debütalbum „Alles“ fertig ist.

Obwohl es als regelmäßige Cultshare-Leseratte oder als Innsbrucker Einheimischer fast unmöglich ist Jo Stöckholzer nicht zu kennen gibt’s hier trotzdem nochmal eine Kurzeinführung:

Jo Stöckholzer ist der mit dem Wuschelkopf und der modischen Ray-Ban Brille, der früher immer Schlagzeug gespielt hat und seine instrumentalen Fähigkeiten danach durch Saiten- und Tasteninstrumente – und weiß der Geier was noch alles – ergänzt hat. Vorwiegend trifft man ihn nun mit einer schwarzen Yamaha Akustikgitarre an, die schon einmal repariert wurde, da sie in Bozen (beim BUSK 2014) aus dem Gitarrenkoffer raus und auf den Betonboden gehüpft ist. Manchmal spielt er aber auch mit einer Gitalele (das ist eine Mischung aus Gitarre und Ukulele; besser gesagt: eine Ukulele mit sechs Saiten), setzt sich ans Klavier, oder trommelt auf dem Schlagzeug. Vor dem Konzert zieht Jo immer seine Schuhe aus (aber nur bei seinen eigenen Konzerten). Dadurch kann er dann die Loopstation am Boden besser treten. Jo Stöckholzer ist der, der einen Song, den man schon auf der Gitarre gewohnt ist, auf dem Xylofon ohne Qualitätsverlust spielen kann und der, der wahrscheinlich unter allen Musikern am liebsten bastelt (hier ein Beispiel).

Nachdem er seit 2012 als Solo-Künstler aufgetreten ist, hat er es letztes Jahr mal mit Band versucht. Wir haben’s hier dokumentiert. Dabei brachte er nicht nur Fabian Schuler (Bass), Simon Rainer (Schlagzeug), Dorian „Dodo“ Windegger (Tasten) und Bernhard „Badspin“ Schneider (DJ) mit ins Treibhaus, sondern auch ein Pre-Release-Album – sowas wie die Demoversion von „Alles“ – eingepackt in einem Poster, das in feinst-fernöstlicher Origamitechnik gefaltet wurde (und zwar von ö selber). Dazugelegt gab’s noch einen Sticker, einen Button, eine Autogrammkarte und ein Booklet. Das komplette Fanpaket also.

Inzwischen wurde ein bisschen an den Musikdateien geschnipselt um sie dann etwa ein Jahr danach offiziell auf einen Datenträger zu pressen und dem Ganzen dann den Namen „Alles“ zu geben. Zu kaufen gibt’s das neue Album auf iTunes, Amazon, oder morgen beim Jahreskonzert im Treibhaus, wo sich Jo Stöckholzer wieder mit kompletter Bandbesatzung präsentiert. Sowie die zahlreichen Arrangements auf dem Album „Alles“ in wunderbaren Harmonien enden, zeigt sich auch das neue Video als überaus detailorientiert und setzt dabei auf simple Ästhetik. Die Bilder zeigen entweder den Liedermacher oder den lieben Opa der Filmemacherin vor einem fast monotonen Hintergrund, wodurch der einzige Bildinhalt die Personen selbst sind.

Aber am besten selber rein hören und schauen:

Ein Beitrag von Matthias Baltauf

Cultshare Festival

– 28.11 –

@ Bäckerei

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